Mentoring für Frauen in technischen Berufen

Gegen eine Decke, die niemand zeigen will.

Sechs Monate. Eine feste Gruppe von sechs Frauen. Zweiwöchentliche Online-Sitzungen zu Gehaltsverhandlung, Sichtbarkeit, Mansplaining, Netzwerkaufbau und der Frage, ob Führung überhaupt das eigene Ziel ist.

Gruppe von Frauen in technischen Berufen bei einer Mentoring-Sitzung

Eine unsichtbare Decke hat selten einen Namen. Sie zeigt sich in Meetings, in denen die eigene Idee erst zählt, wenn ein Kollege sie wiederholt. In Gehaltsgesprächen, die sich falsch anfühlen, ohne dass klar wird, warum. Lunterosa ist ein Ort, an dem sechs Frauen sechs Monate lang Zeit haben, genau darüber nachzudenken.

Kein Coaching mit Erfolgsversprechen. Keine Therapie. Ein fester Rahmen, eine feste Gruppe, wiederkehrende Themen.

Fünf wiederkehrende Themen

Worüber in der Gruppe gesprochen wird.

Gehaltsverhandlung

Warum fällt es schwer, eine Zahl auszusprechen, die man sich selbst kaum zutraut? Die Gruppe übt Formulierungen, bespricht Reaktionen und ordnet ein, welche Zurückhaltung erlernt ist und welche strategisch sinnvoll bleibt.

Sichtbarkeit im Unternehmen

Fachliche Leistung wird nicht automatisch gesehen. Die Sitzungen beleuchten, wie Beiträge sichtbar werden, ohne dass Selbstdarstellung erzwungen wirkt oder dem eigenen Stil widerspricht.

Umgang mit Mansplaining

Die eigene Aussage wird erklärt, als hätte man sie nicht selbst formuliert. Die Gruppe sammelt Reaktionsmöglichkeiten, die zur jeweiligen Situation passen, ohne auf eine einzige richtige Antwort zu bestehen.

Strategischer Netzwerkaufbau

Kontakte entstehen selten zufällig, wenn sie tragen sollen. Es geht um Auswahl, Pflege und die Frage, welche Beziehungen langfristig etwas bewegen und welche nur Zeit kosten.

Muss Führung das Ziel sein?

Der nächste Karriereschritt wird oft als Führungsposition gedacht, bevor die Frage gestellt wird, ob das wirklich passt. Die Gruppe nimmt sich Zeit für diese Frage, ohne eine Antwort vorzugeben.

Der Rahmen

Was diesen Raum trägt.

Feste Gruppe von sechs

Dieselben sechs Frauen über sechs Monate. Kein Wechsel der Teilnehmerinnen, kein Neuaufbau von Vertrauen bei jeder Sitzung.

Vertraulichkeit als Grundlage

Was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe. Ohne diese Grundlage funktioniert ehrliches Nachdenken nicht.

Zweiwöchentlicher Rhythmus

Genug Abstand, um Gedanken sacken zu lassen. Genug Regelmäßigkeit, um dranzubleiben.

Fragen statt Vorgaben

Kein vorgefertigter Karriereplan. Die Sitzungen öffnen Fragen, die im Alltag selten Raum bekommen.

Nicht jede Frage braucht sofort eine Lösung. Manche brauchen zuerst nur die Zeit, gestellt zu werden.