Zur Orientierung
Teilnehmerstimmen.
Die folgenden Reflexionen sind exemplarisch formuliert. Sie fassen wiederkehrende Denkanstöße aus den Sitzungen zusammen und sind keine Bewertung oder Aussage einzelner, namentlich benannter Teilnehmerinnen.
Zum Thema Gehaltsverhandlung
Eine wiederkehrende Beobachtung aus den Sitzungen: Die Zahl auszusprechen fällt oft leichter, wenn sie vorher laut geübt wurde. Nicht die Verhandlung selbst ist neu, sondern das Gefühl, sie sich zuzutrauen.
Zum Thema Sichtbarkeit
Häufig wird beschrieben, wie ein Beitrag im Meeting erst dann Gewicht bekommt, wenn ein anderer ihn wiederholt. Die Gruppe hilft, diese Muster zu benennen, ohne sie sofort zu bewerten.
Zum Umgang mit Mansplaining
Ein Satz, der öfter fällt: Es ist entlastend zu merken, dass die eigene Irritation kein Einzelfall ist. Der Austausch darüber verändert, wie schnell eine Reaktion gefunden wird.
Zum strategischen Netzwerkaufbau
In den Sitzungen zeigt sich oft, dass Netzwerken weniger nach Zufall, sondern nach Auswahl funktioniert. Wer bewusst investiert, investiert seltener in die falschen Kontakte.
Zur Führungsfrage
Manche Teilnehmerinnen berichten, dass allein die Erlaubnis, Führung infrage zu stellen, den größten Unterschied macht. Nicht jede Antwort führt nach oben.
Zur Gruppendynamik
Die feste Zusammensetzung wird häufig als hilfreich beschrieben. Vertrauen entsteht nicht in der ersten Sitzung, sondern über den gesamten Zeitraum hinweg.
Was diese Stimmen gemeinsam haben.
Keine der Formulierungen behauptet eine bestimmte Wirkung oder ein bestimmtes Ergebnis. Sie beschreiben Denkprozesse, wie sie in einer Gruppe von sechs Frauen über sechs Monate typischerweise entstehen können. Jede Gruppe verläuft anders.